7. Lange Nacht der Religionen 2018 – ein Erfahrungsbericht

Wie angekündigt war ich bei der Langen Nacht der Religionen in Berlin dabei. Und zwar nicht allein, sondern mit meiner Seedgroup Bärenwald vom (OBOD). Wir hatten einen kleinen aber feinen Informationsstand und haben ein Ritual durchgeführt. Das „Ritual der 7 Gaben des Druidentums“. Es war ein wirklich schönes Stück magische Arbeit und für mich auch ein ganz besonderer Moment.

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Warum ein Blogger manchmal eine Pause machen muss

Ihr Lieben,

ja ich habe eine Weile nicht geschrieben, aber ich hatte auch super viel zu tun, habe viel gelernt und bin nun einen Schritt weiter. Wohin? Das werdet Ihr noch früh genug erfahren. Manchmal ist es besser in Zeiten von Umbruch und vielen Gedanken abzuwarten, bis die Gedanken sich manifestieren, sich festsetzen und klar werden. Ich habe einige Überraschungen für Euch parat, aber jetzt gibt es erstmal den Rückblick.

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Inspiriert durch Philip Carr-Gomm

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Seit einer Woche lese ich „Weisheit der Natur. Altes Wissen der Druiden für unsere Zeit“ von Philip Carr-Gomm und ich bin von Anfang an erstaunt darüber, wie erleuchtend diese Lektüre für mich ist. Und das sage ich als skeptische Geschichtswissenschaftlerin, die Quellenkritik bis zum bitteren Ende beherrscht. Aber Philip erklärt das Druidentum und nebenbei auch Wicca (was wirklich sehr ähnliche Grundzüge hat) auf eine sehr desillusionierte Art und Weise.

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Hexe – der aktuelle Modetrend?

Vor kurzem habe ich bei Patheos Pagan auf Facebook eine kleine Debatte darüber gelesen, dass es offenbar momentan Mode ist, im Alltag als Hexe aufzutreten. Oder jedenfalls als so eine Hexe, die dank verschiedenster Medien als sexy gilt. (Edit: Hier der Beitrag von John Beckett zum Thema Asthetik)

Dazu habe ich mir einige Gedanken gemacht. Ja, es ist mir aufgefallen, dass es momentan eine Art Hype um den Modetrend gibt. In einigen Klamotten-Läden für junge Menschen können schwarze, bodenlange Samtröcke, T-Shirts mit Pentagrammen und Totenschädeln oder dem Ouija-Aufdruck gekauft werden. Es gibt allerhand verschiedenes mit dem Trendmotiv Witch oder Coven in allerhand Läden zu kaufen.

Ich habe noch nicht ganz entschieden, ob ich das gut finde oder nicht. Immerhin decke auch ich mich momentan mit diversem Merchendise ein. Dinge, die ich sonst nur selbst herstellen konnte, sind für kleines Geld plötzlich im Laden zu erhalten. Tolle Onlineshops wie Killstar liefern in die ganze Welt und auch ich bin dort Kunde. Wieso sollte ich den Hype nicht auch nutzen?

Befremdlich finde ich den Zustand, dass es Menschen gibt, die sich als Hexen oder Magier bezeichnen und gleichzeitig keine tieferen Gedanken oder Wissen zu dem Thema besitzen. Wieso sollte ich mich als etwas bezeichnen, von dem ich eigentlich gar nicht so genau weiß, was es bedeutet? Ist es chic geworden ein Außenseiter zu sein, gemieden und beschimpft zu werden? Doch glücklicherweise kommt es ja gar nicht mehr so weit. Filme und Serien mit magischen Inhalten sind an der Tagesordnung. Ob Good Witch (die Serie ist wirklich bezaubernd), Coven von American Horror Story, Harry Potter oder die unzähligen Fantasyromane – Hexerei und Zauberkraft wird nur noch selten als etwas schlimmes und negatives wahrgenommen. Bedrohlich von mir aus schon, gefährlich unbedingt auch, aber keineswegs ausschließlich der dunklen Seite überlassen. Und das ist was wirklich Tolles. Auch wenn immer noch der Hollywood-Filter auf allem liegt, die Tendenzen sind trotzdem nicht mehr nur negativ.

Wieso darf ich dann nicht die gleichen guten, sexy oder auch geheimnisvollen Attribute übernehmen, oder in dem aktuellen Witch-Glanz mitschwimmen, wenn ich kann? Und was mir ganz klar ist: Trend bleibt Trend. Bald ist der ganze Spuk auch wieder vorbei. Wenn nicht, umso besser. Feststeht auf jeden Fall, dass weiterhin die Sprüche gelten: „Kleider machen Neider“ oder auch „Der Schein trügt immer“. Eine äußerliche Hexe macht noch keinen paganen, spirituellen Geist und bringt auch keine tiefen Gedanken. Aber es ist ganz nett anzusehen……..

P. S.: Ich LIEBE die Sachen von Killstar, schaut dort auf jeden Fall mal vorbei.

Erwachen

Die letzten Wochen waren für mich sehr aufregend, da ich schon seit längerem mit mir kämpfe und spüre, dass es endlich für mich an der Zeit ist offener über mein spirituelles Empfinden zu reden. Gestern sprach ich mit meinem Mann, der mich ohne Einschränkung unterstützt und mir Mut macht. Jedoch war selbst dieses Gespräch nicht wirklich einfach, denn er musste jedes Wort erraten. Meine Lippen waren versiegelt.

Ich fühlte mich an Arielle erinnert, die mit aller Macht versuchte sich Eric zu erklären, jedoch kein Ton heraus brachte. So ähnlich war unsere Unterhaltung gestern. Ein schon fast körperlicher Schmerz hielt mich davon ab die Worte laut auszusprechen, nämlich, dass ich eine Hexe bin – oder mich gerne so bezeichne.

Warum? Warum nicht?! Aber ehrlich: Ich bin durch mein Geschichtsstudium innerlich stumpf und leer geworden. Ich habe das Gefühl nicht ich selbst zu sein. Trotz der Liebe zur Geschichte, zum Wissen und Büchern tat mir die Umgebung und die Gesellschaft oft nicht gut. Der Druck schien zu groß und wohl auch etwas zu beständig. Ich kann mich kaum daran erinnern, wann ich das letzte Mal Urlaub gemacht habe. Also so richtig Urlaub, mit woanders hin fahren und Nichtstun.

So richtig in den Alltag eingebunden habe ich rituelle Vorgänge, magische Handwerke oder etwas in der Art noch nicht. Jedoch bin ich persönlich immer wieder an dem Punkt, an dem mir die verschiedensten spirituellen Strömungen ins Gesicht schreien. Irgendwann kann man dies nicht mehr ignorieren und ich werde es zukünftig auch nicht mehr tun.

Deswegen will ich der Welt sagen, dass ich den Weckruf gehört habe, nicht mehr den Wecker auf ‚Snooze‘ stelle, sondern aufstehe und endlich mein Leben in vollen Zügen lebe. Ohne Einschränkungen und genau so, wie ich bin. Ich habe erkannt, dass ich nur so , finden und der Welt Liebe zurückgeben kann.