Warum ein Blogger manchmal eine Pause machen muss, Teil 2

Diese Woche war emotional recht schwer für mich. Ich fühle mich wie ein kleines Papierboot auf einem stürmischen Meer. Es gab sehr gut und sehr schlechte Momente und ich würde meine Gedanken gerne mit Euch teilen.

Angefangen haben meine tiefen Gedanken mit dem Livechat „Tea with a Druid“ mit Philip Carr-Gomm. Sein Thema war diese Woche war der Umgang mit dem eigenen Druck, den man sich aufbaut. Es ging darum sich selbst klar zu machen, dass man genau so gut genug ist, wie man ist. Und auch während ich schreibe, spüre ich, wie tief mich dieses Thema bewegt.

Nun stelle ich mir die Frage, warum das so ist? Weil ich wirklich Probleme damit habe mir selbst zu genügen. Okay, Problem erkannt. Doch wie kann ich es schaffen diesen immerwährenden Druck von mir zu nehmen? Denn er beeinflusst mich so sehr, dass ich kaum noch den Wald vor lauter Bäumen sehe. Wir Ihr sicherlich schon mitbekommen habt, suche ich seit einer ganzen Weile schon einen Job. Leider hagelt es Absagen und ich bin langsam wirklich ratlos, ob es überhaupt das Richtige ist. Ganz deutlich schreit mein Herz „NEIN“. Doch da ich auch eine Ehefrau bin und ein Teil einer Partnerschaft, denke ich immer wieder darüber nach, wie viel ein Gehalt dazu beitragen kann, dass sie an Qualität gewinnt. Und auch wieder sagt mein Herz, oder mein Bauch, „GAR NICHT!“. Denn der Besitz von Geld ist nicht ausschlaggebend für das Glück einer Beziehung.

Und doch erleichtert es in so manchen Hinsichten. Z. B. nimmt es Existenzängste. Es würde mir den Druck nehmen nicht ein gleichberechtigter Teil einer Partnerschaft zu sein. Oder es würde mir die Freiheit geben mich ganz den Dingen zu widmen, die ich wirklich machen (soll, habe ich gerade unbewusst geschrieben) will.

Doch zurück zu Philips Thema. Ich bin mir selbst genug. Und ich bin mir gerade so gut genug, wie ich bin. Denn so bin ich, so soll ich sein und genau bin ich perfekt. Vielleicht ist das ein Mantra, was ich mir jeden Morgen im Spiegel sagen sollte. Diese Wahrheit annehmen wird wohl eine meiner schwersten Übungen!


Dann hat mich diese Woche auch ein sehr verletzender Bericht in dem Magazin ‚Siegessäule‘ beschäftigt. Ich habe schon einen längeren Kommentar geschrieben, aber noch nicht veröffentlicht. Ich bastele noch an den Feinheiten. Und ich habe auch ein wenig Angst vor der Reaktion. Mich beschäftigt in diesem Zusammenhang auch eine sehr spannende Aussage: „Wenn du niemandem ans Bein pinkelst, tust du wahrscheinlich nichts Wichtiges.“ Das habe ich bei dem sehr inspirierenden Schreibsuchti gelesen. Zählt das jetzt auch für diesen unverschämten Beitrag? Eindeutig ja, denn die Autorin macht mit ihrem Beitrag eine jahrelange Öffentlichkeitsarbeit der spirituellen Berliner Landschaft zunichte. Könnte mein Beitrag dazu wichtig sein? Möglicherweise.


Außerdem habe ich mich diese Woche um einige Projekte gekümmert, habe bei einigen schon einen Abschluss erwirkt, bei anderen bin ich große Schritte weiter gekommen.

  • Ich habe die Homepage für Julia Perschke überarbeitet. Ihre Seite der Heilpraxis Schlange und Besen erstrahlt in neuem Glanz. Bitte sagt mir doch, wie Ihr die Seite findet.

 

  • Ich freue mich auch sehr über die Zusammenarbeit mit dem Verein Welt der Linden. Für diesen darf ich ein neues Logo entwerfen! Ich bin ganz aufgeregt und sehr glücklich über den Rückhalt der Vereinsmitglieder. Aber für mich ist das ein ganz neues Gebiet und ich hoffe, dass ich etwas Schönes für sie erstellen werde.

 

  • Die Pläne für den Podcast sind ein ganzes Stück weiter bearbeitet worden. Ich habe endlich ein schönes Mikrofon und kann jederzeit starten. Leider mache ich mir mal wieder zu viele Gedanken und setze den Standard zu hoch. Ich habe wieder das Gefühl, dass ich einfach nicht reiche, so wie ich bin. Verflixt! Wie kann ich das abstellen?

 

  • Die neue DS-GVO hielt mich auch auf Trapp, denn kurz bin ich davon ausgegangen, dass ich meine Blogs nicht so weiter betreiben kann, wie ich es wollte. Das hat mich zu der Überlegung gebracht, dass ich meine drei Seiten/Blogs irgendwie miteinander verbinden sollte. Ihnen ein einheitliches Konzept geben sollte. Leider bin ich mit keiner Idee zufrieden und die Umsetzung sind noch viel komplizierter als gedacht. Auch habe ich schon Bedenken gehört, dass meine Beschäftigung im wissenschaftlichen Verein HEROLD eine Kollision mit meinem spirituellen Journalismus provozieren könnte.

So gerne würde ich alle meine Projekte irgendwie unter deinen Hut bekommen. Das muss gehen, denn ich existiere doch auch und in mir vereinen sich alle diese Interessen und Professionen. Und dazu kommt noch so viel mehr!

Ein Potpourri bunter Ideen: Yoga-Stunden und/oder Tanzstunden geben Workshops für: kreatives Schreiben, Tarot, WordPress, Social-Media Nutzung, bloggen, Heraldik, Genealogie; Meditationen; Nähkurse; Bastelkurse; Stil- und Lebensberatung; Hilfestellung bei Zielsetzungen, Fokussieren und Umsetzen von Plänen; ein eigenes Büro haben;….


Und zu guter Letzt bin ich über den neuen Podcast von der Spiritual Woman Julia Reinicke gestoßen. Darin ging es um Authentizität und wie es mich gerade dann vorwärts bringt, wenn ich mich auch verletzlich zeige. Ein kleines Gimmick für mich ist der Umgang mit Neid. Ich ertappe mich oft dabei, das sich neidisch bin. Gut für mich, dass ich es als nicht zu schlimm einstufe. Es pusht mich sehr oft, weil ich mir denk „Wenn sie/er das kann, kann ich das sicherlich auch!“. Und genau darin hat mich Julia nun bestärkt. Mein Neid ist also ein Indiz dafür, dass ich mir etwas tief in mir wünsche. Jetzt muss ich nur noch anfangen diese Wünsche umzusetzen, mich darauf zu fokussieren und nicht sie beiseite zu schieben, weil ich wieder der Meinung bin ich würde es eh nicht schaffen, weil ich nicht gut genug bin!


Nach diesem langen Beitrag und den schweren Gedanken entlasse ich Euch nun in ein langes Wochenende. Habt eine schöne Zeit!

Lebt kreativ und voller Liebe.
Lisa

Ein Kommentar zu „Warum ein Blogger manchmal eine Pause machen muss, Teil 2

  1. ‚Nicht zu genügen‘ und ‚alle Identitäten‘ unter einen Hut zu bringen ist auch echt schwer.Den Spagat zwischen was ich tun muss(zb Arbeit) und dessen was ich liebe. Ich drück dich einfach mal aus der Ferne meine Liebe,geniess das lange Wochenende.

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