Warum es schwierig, aber notwendig ist sich selbst die Karten zu legen

Bildquelle: Stregato’s Blog

Die Kunst des Kartenlegens ist schon Jahrhunderte alt und hält die verschiedensten Menschen immer wieder in ihrem Bann. Doch es selbst zu erlernen ist schwierig und mit viel Übung verbunden. Was ich immer wieder las und gesagt bekam als ich damit begann, war der Hinweis, dass es wirklich schwierig ist für sich selbst die Karten zu legen. „Wieso denn?“, fragte ich mich. „Ich muss nur ehrlich zu mir selbst sein und so objektiv wie möglich die Karten interpretieren.“ Und genau dort liegt der Knackpunkt.

Die einfachste Methode um das Lesen der Karten zu erlernen: Sich selbst die Karten legen. Doch dabei sollte der Anfänger einige Hinweise im Hinterkopf behalten:

  • Du bist nie so ehrlich zu dir, wie zu einem Freund/Fremden.
  • Manchmal tut die Wahrheit sehr weh. Willst Du wirklich auf jede Frage die Antwort wissen, bevor es geschieht?
  • Folge Deiner ersten Intuition, auch wenn sie Dir zuerst seltsam erscheint.
  • Die Karten sind gnadenlos.
  • Die Karten haben immer recht und immer das letzte Wort.

Warum ist es nun so schwer für sich selbst die Karten zu legen? Hier ein praxisnahes Beispiel:

Vor einigen Tagen dachte ich bei mir: „Ach, im Job läuft es gerade nicht so, vielleicht frage ich einfach mal die Karten ob es etwas gibt, was ich übersehe oder ändern könnte.“ Ich nahm also mein neues The Wild Unknown in die Hand und legte eine Kombination, die im dazugehörigen Handbuch für mehr Klarheit in der aktuellen Situation empfohlen wird. Dazu gehört eine Hauptkarte und drei erklärende Karten.

I'm trying to get a glimpse of my career 🔮 the clarity spread worked really good, I think. To know, that I really should look in other directions. It's hard but my sixth sense tell me, that I have to change the direction. And yes, I am someone with just a few really good friends. And yes, I am connected to my family and always trying to be fair and calm. At the moment I'm not really good at it, crying a lot and being unsure. And yes, I waited to settle down and start with a family, because I'm busy with my career. And I'm going through a transformation. But I'm stucked in a situation between two lifes. Between my formal life in college and my future life. For me it's hard to go on to the unknown 🔮 I should move on….. #thewildunknown #tarotreadersofinstagram #tarotofinstagram #divination #Tarot #daughterofwands #sonofpentacles #fatherofswords #eightofcups #witchcraft #witch #future

A post shared by Bard & Spiritual Journalist (@lisa.anamrua) on

Aus dieser Kombination lässt sich vieles Gutes herauslesen. Leider widmete ich mich mehr den unteren Karten. Es ist schon auffallend, wie genau diese drei Karten mich und meine Persönlichkeit beschreiben. Leicht depressiv, ein Familienmensch mit verzögertem Start durch die Karriere, spirituell begabt. Ich war dadurch total abgelenkt von der eigentlichen Karte: Die acht Kelche. Umso seltsamer war, was gleich bei der nächsten Legung geschah. Diesmal entschied ich mich für einen Klassiker mit drei Karten: Die Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft auf einen Blick. Und nein, ich habe nicht einfach die Karte für die nächste Legung genutzt, sie kam von ganz alleine (ja, manchmal ist es schon ein wenig gruselig 😀 ).

My past, present and future. When you check my last lay out, you can find the same card at the same spot. The broken glasses are my broken plans for the future. I know it is my career future, so it's okay. And yes, I did climbed a lot of steps. To study means a hard life and means a lot of decisions and tasks. And yes, I try to be a family head, calm and helpful and loving. But not just for my family but for anyone. No more bitching, no more fighting against each other, no more competitive thoughts. I know I am a loving person, more than others. But I don't like disrespect and hateful comments. Hopefully I can be my best self and standing above it, or learning to. #thewildunknown #tarotreadersofinstagram #tarotofinstagram #Tarot #divination #witchcraft #witch #druidry #druidcraft #art #kimkrans #cards #future #eightofcups #nineofwands #kingofpentacles #oracle #oraclereading #witchesofinstagram #spiritual #mystical

A post shared by Bard & Spiritual Journalist (@lisa.anamrua) on

Und jetzt geschah der Fehler: Ich schloß von dem einen Ergebnis auf das andere. Doch beide Ergebnisse beruhen auf verschiedenen Fragen und Antwortsystemen. Ich dachte nicht klar, denn ich war von den tollen Karten etwas abgelenkt und etwas sehr auf meine Frage fixiert. Zum einen finde ich die Karten in beiden Fällen sehr ausdrucksstark und zum anderen schreckte mich die Botschaft der zerbrochenen Gläser davon ab genauer über mich und meine Situation nachzudenken. Denn im Grunde ist es eine sehr traurige Botschaft. Momentan beleibt mir nichts als Scherben und das nicht nur im Hinblick auf meine Karriere.

Doch ich missachtete die weiteren Hinweise. Hier war offenbar nicht meine Jobsituation gemeint, doch ich wollte mich unbedingt in die Rolle des Vaters der Scheiben pressen, wollte mir selbst eine ruhige Kraft zuschreiben. Wie absurd! Ganz klar zeigt das Bild mir, was im Endeffekt geschah. Diese ‚Zukunft‘ liegt in meiner heutigen Vergangenheit, weswegen ich nun ganz genau weiß, was mir mitgeteilt wurde. Wenn solch ein starkes männliches Symbol für mich als sehr weibliche Frau erscheint, ist es meistens der Fall, dass jemand von außen eine wichtige Position für mich einnimmt. Da steht natürlich nicht wer genau es ist – in diesem Fall hätte ich aber nur mal kurz nachdenken müssen. Da gibt es nur einen, der in meiner Umgebung dieser starke und ruhige Hirsch sein kann, der meine zerbrochenen Scherben mit mir zusammen einsammelt um etwas komplett neues zu erschaffen: mein Mann.

Und am Ende des Tages erschloß sich mir, dass die Karten ganz klar zeigten was passieren wird. Nun überlege ich, wie ich einer dritten Person diese Kombination gedeutet hätte und mir wird klar, dass ich ihr eher das Prophezeit hätte, was wirklich geschah. Vermutlich. Doch nun heißt es erst mal für mich: üben, üben, üben. Auch wenn meine Lesungen bisher immer recht nah an der Wahrheit waren, tappe ich bei der eigenen doch auch in die Falle des Selbstschutzes.


Fazit: Es ist möglich für sich selbst die Karten zu legen, doch es bedarf etwas Übung. Dazu gehört auch sich selbst treu zu bleiben und ehrlich mit sich zu sein. Merkst Du, dass Du die Antwort nicht verkraftest? Stoppe einfach den Vorgang und höre auf zu interpretieren. Wenn du willst kannst du das Gesamtbild dokumentieren, doch quäle Dich nicht. Denn es bringt Dir nichts, wenn du falsche Aussagen machst und dann darüber enttäuscht bist, dass Du Dich selbst getäuscht hast. Einfacher ist es nach der Sittuation die Karten auszuwerten. Welche Karten hast Du richtig gedeutet, welche haben Dir Probleme gemacht? Dokumentiere alles. Dann wirst Du schnell einen Fortschritt bemerken und auch sicherer im Umgang mit deinen eigenen Kartenlegungen werden.

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s