Wie es möglich ist sein persönliches Tarot-Deck zu finden

 

Bildquelle: The Wild Unknown BLOG. Quelle

Diese Woche habe ich ein unglaubliches Tarot Deck gekauft. Das Orakeldeck von Kim Krans, The Wild Unknown, ist in Amerika ein Bestseller dank der Werbung durch die New York Times. Sobald man bei Instagram, wo man seit kurzer Zeit auch nach #-Hashtags sortieren kann, nach diesem Deck sucht, bekommt man über 55.000 Bilder. Nachdem ich über diverse Seiten im Internet die Karten genau angesehen hatte, musste ich es ebenfalls haben. Denn es ist die perfekte Mischung zwischen düsterer Kunst und bildhafter, sanfter Sprache.

 

Die Bilder auf den Karten sind auf den Punkt umgesetzt. Sie drücken das aus, was in erster Linie gesagt werden sollen, bieten aber noch immens viel Spielraum für weitere Interpretation. Nichts ist zufällig in der Komposition platziert.

Ich finde es ziemlich erstaunlich, das es mittlerweile so viele tolle Künstler gibt, die Tarot- oder Orakelkarten erstellen. Früher, vor 15 Jahren, als ich mein erstes Deck bekomme habe, gab es nicht sooo viel Auswahl. Das Crowley-Tarot, das ich mit einem Anleitungsbuch bekam, war für mich immer etwas zu aggressiv. Ich konnte die Bilder nicht entschlüsseln, was an meiner Unerfahrenheit gelegen haben mag, aber vielleicht auch einfach daran, dass es nicht der richtige Zeitpunkt war. Und die Kunst gefiel mir nicht so sehr. Ich dachte jedoch damals es läge daran, dass ich die Karten nicht lesen kann, dass ich unfähig dazu bin.

Doch ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass ein persönliches Deck zu finden und es nutzen zu können, von zwei ausschlaggebenden Dingen abhängt:

  1. Geschmack. Es ist unglaublich wichtig, dass die Kunst auf den Karten ansprechend ist. Nichts ist unbefriedigender als auf Karten zu starren, die ihre Sprache verbergen, weil man die Kunst evtl. abstoßend findet. Es gibt so viele 100 Künstler, die Tarotkarten herstellen und jedes davon ist einzigartig und speziell. So viele Menschen lesen und deuten die Karten und sie alle haben einen unterschiedlichen Geschmack. Doch sobald das passende Deck gefunden ist, kann es nicht nur ansprechend sein sie zu besitzen, sondern auch zu nutzen. Ein Bild, dass durch den eigenen Geschmack schön ist, wird aufmerksamer betrachtet. Farben und Symbole können deutlicher erkannt werden und es macht einfach mehr Spaß länger darauf zu schauen um evtl. noch mehr zu erkennen.
  2. Zeitpunkt. Leider ist es wirklich so: Die Karten entscheiden, wann du bereit bist. Auch ich hatte meine Karten fast zwei Jahre, bevor ich ihre Sprache verstehen konnte. Es zu erzwingen bringt nichts und stört womöglich noch die Energie. Doch es ist sinnvoll, wenn man sich davon angezogen wird, ein Deck schon vorsorglich zu haben. Wann der genaue Zeitpunkt ist mit dem Lesen zu beginnen, ist dann schon fast unwichtig. Wenn die Karten liebevoll verstaut werden, ist es wie ein Signal, das ihnen gegeben wird. DU scheinst bereit zu sein, jetzt müssen es nur noch die Karten sein.
    Ich habe jedoch auch davon gehört, dass es manchmal, z. B. bei bestimmten Orakeln, sinnvoll ist, den zugehörigen Gott um Erleuchtung oder Erlaubnis zu fragen. So wie Ogma bei den Ogham. Ich bin jedoch nicht ganz sicher, zu welchem Gott oder Göttin man bei der Hilfe für Tarotkarten anruft. Evtl. die eigene “Hausgottheit‘.

Ja, es klingt wirklich etwas abgehoben. Karten haben ’normalerweise‘ keine Seele (ja mir ist bewusst, dass es da verschiedene Ansichten drüber gibt). Doch bei Tarotkarten bin ich da manchmal nicht so sicher. Sie scheinen ein Eigenleben zu entwickeln. Zum Beispiel springen sie beim Mischen ständig herum, raus aus der Hand. Sicherlich ist die Auswahl nicht willkürlich. Oder sie drehen sich hin und her, wenn ich sie lege. Ich habe sogar schon davon gehört, dass sie einzeln in anderen Zimmern anzutreffen sind – wie auch immer das passieren kann. Wer also regelmäßig die Karten befragt, dem passieren seltsame Dinge mit ihnen. Ich hatte aber nie das Gefühl, dass sie bösartig wären. Eher wie Kinder, die endlich spielen wollen und somit auf sich aufmerksam machen.

Was also solltest Du tun, wenn Du dir noch nicht sicher bist, ob du Karten haben willst oder welche?

  • Schaue Dir viele Bilder im Internet an. Pinterest oder Instagram sind perfekte Plattformen dafür. Suche erst nach allgemeinen Begriffen und klicke Dich über die Hashtags weiter. So kommst Du irgendwann auf die Seiten der Künstler. Ich habe schon einige Links zu Shops gesammelt (in der Seitenleiste), doch es gibt noch unzählige mehr.
  • Entscheide beim Kauf nicht nach dem Geschmack der anderen. Auch wenn das Rider-Waite oder Crowley-Tarot die bekanntesten sind, muss es nicht heißen, dass andere Decks schlechter sind. Egal welches Deck, es ist Deine eigene Entscheidung und basiert auf Deinem Geschmack.
  • Wenn es nicht gleich mit dem Lesen klappt, nicht verzweifeln. Es kann manchmal etwas dauern. Du kannst etwas nachhelfen, damit die Karten dich kennen lernen. Kaufe oder nähe dir eine kleine Tasche, damit du sie herumtragen kannst. Lege alle Karten sortiert aus und betrachte sie. Versuche die Beschreibung dazu zu verstehen. Wie hat der Künstler den Gedanken oder den Inhalt umgesetzt? Ich habe den neuen Decks eine kleine Nische auf meinem Altar eingerichtet, dort können sie eine Weile Ruhen und sich an mich gewöhnen.
  • Auch wenn du sie nicht vor dem Kauf in den Händen halten konntest, kannst du eine Bindung zu ihnen aufbauen. Nicht immer ist es möglich vor dem Kauf alle Karten einzeln anzusehen und dann zu entscheiden, ob es das richtige Deck ist. Ich sage mir in solchen Moment immer: Offenbar haben sie eine Art Botschaft ausgeschickt, sonst hätte ich kaum den Impuls bekommen überhaupt nach ihnen zu suchen oder sie zu finden. 😉

Also, es ist gar nicht so schwer. Wenn Du es willst, dann wirst Du die richtigen Karten finden und sie irgendwann lesen können. Lass Dir Zeit und hetze nicht. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nicht einmal Taliesin.

 

 

3 Kommentare zu „Wie es möglich ist sein persönliches Tarot-Deck zu finden

  1. Super blog Beitrag! Ich fühle mich so angesprochen weil ich darauf brenne mein deck zu finden, deshalb hab ich mich so gefreut zu sehen, dass du über tarot decks schreibst. Ich finde die tipps sehr gut und versuche aktiv auf diesen weg ein geeignetes deck zu finden. Ich muss aber auch sagen, dass du mit deinen decks wirklich wunderschöne ausgewählt hast 🙂

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