Ritual Workshop mit Matthew Mc Cabe vom OBOD

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Der großartige Matthew Mc Cabe vom OBOD in England war vom 20. bis 21. Januar in Berlin und gab einen Workshop, bei dem ich dabei sein durfte. Ich war bisher kein Mitglied im OBOD (Order of Bards, Ovates and Druids), bin aber schon seit einer Weile sehr interessiert. Wer meinen Instagram-Account verfolgt hat schon die ein oder andere Lektüre über das Thema auf den Bildern gefunden. Dabei bemerkte ich, dass ich schon immer nach den druidischen Werten lebte. Ganz von alleine. Und bisher auch ganz alleine.

Ich glaube, dass es vielen so geht. Da wächst man und versteht auf einmal die Welt und plötzlich sind da Werte im Kopf. Lebenswerte. Seelenwerte. Und niemand versteht einen und die anderen werden auch nicht verstanden. Dann passt man sich an, oder versucht es und scheitert immer wieder. Man sei schwierig. Emotional. Das wird einem immer wieder gesagt. Doch eigentlich geht es einem nur um Liebe, Kreativität und Wissen. Mir ging es jedenfalls so.

Und dann kam Matthew und er führte mich im Zuge des Workshops zu meinem Heiligen Hain, wo ich wirklich intensive Botschaften gesagt bekam. Der Druide, der im Hain auf mich wartete, schüttelte mich und forderte mich auf zu erwachen. Er schenkte mit seinen Umhang und ermutigte mich endlich etwas zu tun, aktiv zu werden. Die Frage ist nun: Was? Ich bin langsam sicher, dass er meinen spirituellen Weg meint. Also kratze ich meinen Mut zusammen und versuche meinen Weg zu finden. Doch ich habe ein wenig angst. Ich weiß nicht so richtig wovor, aber ich bin zögerlich. Vielleicht muss ich einfach ins ‚kalte Wasser‘ springen.

Neben dieser spirituellen Erfahrung muss ich auch die liebevolle Gemeinschaft betonen, die für mich wirklich etwas ganz Neues darstellt. In einer Gruppe zu sein, die es respektiert, dass jedes Individuum seinen eigenen Weg geht, auf seine eigene spezielle Weise, ist wirklich großartig. Jeder versucht dem Anderen zu helfen, ihm evtl. den richtigen Impuls zu geben. Und jeder hat wirklich seine eigenen Stärken, die Gemeinschaft bildet einen großer Pool an Wissen und ich trage tatsächlich meinen eigenen Teil dazu bei. Es ist wie ein Traumland, in dem ich endlich meine Kenntnisse unter Beweis stellen kann und niemand findet mich seltsam oder ‚witzig‘. Ein bisschen fühlt es sich an wie nach Hause kommen, einen Platz voller Akzeptanz finden, wo ich um meinetwillen geschätzt werde, wo ich die Seele baumeln lassen kann und niemand nimmt daran Anstoß.

Da der Workshop vor allem auch dafür da war, die druidischen Rituale und Vorgehensweisen zu erklären und zu besprechen, konnte ich wirklich viel Hintergrundwissen mitnehmen. Vieles, das in der Literatur einfach nicht richtig erfasst werden kann, konnte ich so erfahren. Leider bin ich immer noch nicht ganz überzeugt davon. Ich verstehe die Wichtigkeit und ich kann die Historie dahinter nachvollziehen, aber ich persönlich habe nur wenig von einem Ritual. Es bringt mir wenig Erfüllung. Doch vielleicht ist das etwas, das ich noch lernen muss.

Das Fazit aus diesem Wochenende ist für mich: Ich habe viel über mich selbst gelernt, habe viele tolle Menschen getroffen und entdeckt, dass ich mehr bin als eine 30jährige, arbeitslose Akademikerin. Und das ist etwas, das ich schon immer spürte. Seitdem fühle ich mich wie neu geboren.


P. S.: Während ich diesen Beitrag schrieb, wurde ich Mitglied im OBOD. 😀

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