Oh du Fröhliche….

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Meine ‚Gardine‘ vor einer Lichterkette im Fenster.

Natürlich frage nicht nur ich mich, sondern auch andere, ob ich jetzt noch Weihnachten feiern darf. Nachdem ich erst darüber nachgedacht habe, habe ich entschieden, dass ich natürlich Weihnachten feier!! 😀 Ich liebe Weihnachten und habe das auch schon immer getan. Wieso sollte ich diese Leidenschaft aufgeben?

IMG_20171201_114156_328.jpgDa meine Familie mit mir zu Weihnachten nie in die Kirche gegangen ist, verbinde ich nichts christlich-spirituelles mit diesem Feiertag. Für mich geht es eher um die Familie, sich Zeit für einander zu nehmen, es sich gemütlich zu machen, sich schick anzuziehen und leckeres Essen gemeinsam zu verspeisen.

Zufällig ist das Yule-Fest des paganen Jahreskreises nicht so weit entfernt, weswegen ich mich innerlich auf diesen Feiertag vorbereite, evtl. mit meinem Mann in Ruhe etwas Essen gehe und abends ein kleines Ritual durchführe. Oder ich zünde einfach eine Kerze in Gedenken an die Sonne, die in dieser längsten Nacht des Jahres neu geboren wird. Ab dann werden die Tage wieder kürzer (man mag es kaum glauben).

Außerdem sind die Farben für Yule rot, Gold und grün. Praktisch, oder? Beliebt sind außerdem Gewürze und Tees, z.B. mit Nelken gespickte Orangen oder Spekulatius sowie Früchtepunsch. Tannengrün und Kerzen eignen sich perfekt zum Dekorieren, auch Mistelzweige (die Pflanze der Druiden, vermutlich wegen der vielen Heilmöglichkeiten) im Türrahmen sind ein alter Brauch und sehen immer wieder toll aus. Ein Mistel-Kranz an der Haustür sorgt für Schutz in den kalten und dunklen Tagen, bis die Muttergöttin ihren Sohn, die Sonne, wieder gebärt.


DSC_2455.JPGFür mich ist jetzt momentan an der Zeit mit den Gedanken bei der Familie zu sein, gerade auch bei den verstorbenen Mitgliedern. Und warum? Weil die Weihnachtsfester bei meinen Großeltern immer die schönsten waren. Ich erinnere mich an den Tag mit einem Goldglanz, denn im Wohnzimmer, wo unter dem wunderschön geschmückten Baum die Geschenke lagen, so viele Kerzen entzündet waren, dass alles golden glänzte. Ich war den ganzen Tag aufgeregt und konnte den Moment kaum erwarten, wenn ich den Raum betreten durfte. Dann gab es Kuchen und der schmeckte an diesem Tag immer mindestens doppelt so gut.

Meisten erinnere ich mich an Weihnachten auf diese Art. Leider ist es in den letzten Jahren zu einer kleinen Massenveranstaltung geworden. Zum Einen ist die Familie durch meinen Mann ein wenig angewachsen, zum Anderen weil andere Familienmitglieder eingeladen werden, die sonst alleine zuhause feiern müssten. Über diesen Aspekt freue ich mich sehr, leider ist es dadurch immer sehr laut und wuselig. Alle wollen helfen, erzählen, sich selbst darstellen. Oft komme ich mit Kopfschmerzen heim. Meiner Meinung nach sollte das nicht Sinn von Weihnachten sein, oder doch? Immerhin sorgen die verbliebenen Familienmitglieder für einander. Aber spielt Liebe dabei eine Rolle oder eher Verantwortungsgefühl? Gibt es innerhalb der Familie da einen so großen Unterschied? Ich glaube nicht.

Wie dem auch sei. Ich genieße die Weihnachtszeit, die Lichter und Kerzen, das wohlige Gefühl im Bauch, die mitreißende Musik, die tollen Düfte auf den Märkten und das leckere Essen. Ich denke daran, dass die Tage bald wieder länger werden und ich hoffentlich bald im Schnee spazieren gehen kann. Dann danke ich wieder der Mutter, der großen Göttin, dass sie uns das Leben schenkt und die wunderbaren vier Jahreszeiten.

Habt alle eine wunderschöne Zeit.

Blessed be.

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