Paula Brackston: The Witch’s Daughter — der quâtspreche

Elisabeth zieht gerade in ihr neues kleines altes Häuschen in einer Kleinstadt in Mittelengland. Sie hegt und Pflegt ihren Garten und genießt die Stille. Doch plötzlich steht eine junge Frau an ihrem Gartentor und fragt sie Löcher in den Bauch. Elisabeth ahnt noch nicht, welche Wendung ihr Schicksal nimmt. Doch sie sieht sofort, dass die Fremde ähnlichkeit mit ihrer Schwester hat – die vor fast 400 Jahren gestorben ist.

Elisabeth ist keine gewöhnliche Frau, denn sie lebt schon seit 400 Jahren. Warum? Das erfärt der Leser im Laufe der Geschichte, denn die Kräuterhexe nimmt Tegan, die junge Frau, als ihre Schülerin auf und erzählt ihr nach und nach ihre lange Geschichte. Angefangen im Jahre 1628, als der Schwarze Tod tausende Menschen dahinraffte, bis zu ihrem Einsatz im Ersten Weltkrieg.

Doch leider läuft bei den beiden nicht alles rund, denn Tegan hat einen jungen Musiker kennengelernt. Schon kippelt das Verhältnis. Können die beiden sich zusammenraufen? Denn wäre das nicht genug, erscheint Elisabeths Erzfeind auf der Bildfläche. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.


In dem Bestseller von Paula Brackston geht es nicht nur um Liebe und Magie, sondern auch um Familie und das Erlernen von Vertrauen. Elisabeths Geschichten aus ihrem Leben beinhalten Erfahrungen über verschiedene Emotionen und Menschen und wie diese in Ausnahmesittuationen reagieren.

Speziell und als passenden Kniff finde ich auch die Trennung der Zeiten durch die Art der Wiedergabe. Die Jetzt-Zeit wird duch Tagebucheinträge von Elisabeth erzählt. Diese Einträge sind zu Beginn kurz, werden jedoch mit der Zeit immer länger, denn sie erwacht förmlich aus ihrem ‚Winterschlaf‘. Tegan erweckt sie wieder zum Leben und weckt in ihr den Kampfeswillen. Endlich hat die Hexe etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Die Rückblenden jedoch sind in normaler Romanform aus der Sicht von Elisabeth geschrieben. Die Sprünge in die vergangenen Zeiten sind, wie nicht anders zu erwarten, einmalig gut. Paula Brackston beweist erneut, dass sie eine Meisterin darin ist ihre detaillierte Recherchearbeit in einen spannenden Rahmen zu fassen. Egal ob Frühe Neuzeit, ausgehendes 19. Jahrhundert oder Kriegszeiten – jedesmal versteht sie es die Stimmung einzufangen, die Ängste der Menschen greifbar zu machen und die Protagonistin in das Setting einzubinden.

Für mich endet der Roman unbefriedigend (nicht wegen des Endes, sondern weil ich die Akteure noch nicht gehen lassen wollte), aber es ist ein Silberstreif am Horizont zu sehen, denn es gibt einen zweiten Teil!

Auf ihrer Homepage hat die Autorin Gedanken zu ihrem Buch geäußert, was absolut lesenswert ist. Außerdem gibt sie einige Diskussionsanregungen. Wer will, darf gerne auch hier mit mir diskutieren!

Originalbeitrag: Paula Brackston: The Witch’s Daughter — der quâtspreche

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